Braucht es heute eigentlich noch Mitarbeitendengespräche?

Oder sind sie ein Relikt aus der HR-Vergangenheit?

Diese Frage höre ich in Unternehmen erstaunlich oft.
Und anders, als du jetzt vielleicht denkst: Sie ist absolut berechtigt.

Denn viel zu häufig sind Mitarbeitendengespräche genau das, was keiner offen ausspricht, aber alle fühlen:
Ein formaler Pflichttermin im Kalender. Vorher Formular, nachher Ablage. Erwartbar. Abgehakt.
Wirkungslos.

Und genau deshalb lohnt sich nicht die Antwort, sondern zuerst die Frage selbst.

Was wäre, wenn Mitarbeitergespräche ihren Namen wieder verdienen würden?

Was wäre, wenn diese Gespräche wieder das tun würden, was sie eigentlich versprechen?

Wenn sie nicht kontrollieren, sondern Raum geben.
Wenn nicht nur gefragt, sondern gemeinsam gedacht wird.
Wenn nicht bewertet, sondern wirklich zugehört wird.

Dann wären Mitarbeitendengespräche wieder ein Ort für Bewegung.
Für Klärung.
Für Verantwortung.
Für WIRkung.

Warum Gespräche im System oft ihre Kraft verlieren

Aus systemtheoretischer Sicht ist das Problem selten „das Gespräch an sich“. Das Problem ist der Kontext, in dem es stattfindet.

Wenn Gespräche eingebettet sind in:

  • formale Zielvorgaben ohne echten Gestaltungsraum
  • Bewertungen ohne echte Entscheidungsmöglichkeiten
  • Feedback ohne strukturelle Anschlussfähigkeit

… dann reagieren Menschen rational. Sie passen sich an. Sie sagen das Erwartbare. Sie sichern sich ab. Sie bleiben vorsichtig zwischen den Zeilen.

Nicht, weil sie nicht wollen. Sondern weil das System genau dieses Verhalten logisch erzeugt.

Warum ich diese Gespräche auch mal bewusst extern führe

Ich begleite solche Gespräche regelmäßig als externe Sparringspartnerin. Neutral. Neugierig. Mit systemtheoretischem Blick.

Gerade diese externe Position verändert oft alles:

  • Keine disziplinarische Macht
  • Keine internen Abhängigkeiten
  • Kein Karrierefilter

Dafür:

  • Ein Raum, in dem Dinge ausgesprochen werden dürfen
  • Ein Spiegel für Muster, nicht nur für Meinungen
  • Und vor allem: Impulse zurück ins System, die nicht verpuffen, sondern andocken können

Zwischen den Zeilen liegt die eigentliche Entwicklung

Was Menschen wirklich bewegt, steht selten direkt im Protokoll.
Es zeigt sich:

  • in Pausen
  • in Nebensätzen
  • in Ausweichbewegungen
  • in plötzlicher Energie
  • oder in spürbarer Müdigkeit

Die eigentliche Frage ist also nicht: „Brauchen oder führen wir Mitarbeitendengespräche?“
Sondern: „Wer liest das, was zwischen den Zeilen steht und was passiert danach damit?“

Genau dafür bin ich da.

Mein Fazit

Mitarbeitendengespräche braucht es heute mehr denn je. Aber nicht als Ritual. Nicht als Häkchen im HR-Prozess. Nicht als verkappte Leistungsbewertung.

Sondern als echten Entwicklungsraum im System. Für Menschen. Für Führung. 

Für WIRkungsvolle ZusammenARBEIT.

Manchmal reicht ein Gespräch, um
Führungskräfteentwicklung in Bewegung zu bringen.

Wenn Du Klarheit im Führungsverhalten willst,
Führung wieder WIRken soll
Und ZusammenARBEIT zu mehr Performance führen soll. 

Dann sollten wir reden.