HR, Du bist nicht nett – Du bist mächtig. (Wenn Du willst.)

Warum es Zeit ist, dass Du Deine Rolle neu denkst – unbequem, strategisch und WIRksam.

Du wirst gemocht. Man kommt zu Dir, wenn’s irgendwo zwickt. Du sorgst für Benefits, Feel-Good-Maßnahmen, Konfliktmoderation, den Kicker im Keller und das Sommerfest. Und das ist gut! Oder?

Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Denn während Du Dich kümmerst, bleibt etwas anderes oft auf der Strecke: echte Relevanz. Die Fähigkeit, Strukturen zu gestalten, nicht nur Symptome zu behandeln. Das hat nichts mit Dir persönlich zu tun, sondern mit einer Rolle, die in vielen Unternehmen falsch verortet ist. Nett ist nicht gleich wirksam.

Willst Du Applaus – oder willst Du gestalten?

Zwei Texte von Mark Poppenborg haben mich dazu gebracht, diesen Artikel zu schreiben. Der eine fragt: Warum ist HR so beliebt – aber oft so wirkungslos? Der andere: Welche Rolle kann HR in einer Arbeitswelt spielen, die sich radikal verändert? Beide Texte provozieren. Und das ist gut so.

Denn die Wahrheit ist unbequem: HR wird oft als Kulturhüterin und Kümmerin gesehen. Als „weiches“ Element im harten Business. Als Unterstützungsabteilung. Aber nicht als das, was Du wirklich bist (oder sein könntest): Gestalterin des Kontextes, Möglichmacherin von Zusammenarbeit, Sparringspartnerin für Führung, Navigatorin durch Komplexität.

Organisationen brauchen keine Feel-Good-Abteilungen. Sie brauchen Kontextarchitekten.

Die Herausforderungen der heutigen Arbeitswelt – New Work, Komplexität, Geschwindigkeit, hybride Teams, Fachkräftemangel – lassen sich nicht mit Good Vibes wegmoderieren. Sie brauchen Strukturveränderung. Und genau da kommst Du ins Spiel. Wenn Du den Mut hast, Deine Rolle neu zu fassen.

Statt zu fragen: „Wie fühlen sich die Mitarbeitenden?“ frag doch mal:
„Was behindert aktuell unsere Wertschöpfung?“

Fünf Impulse für mehr HR-WIRksamkeit

  1. Sei unbequem – wo es nötig ist.
    Wenn Du Konflikte weichspülst, nimmst Du der Organisation die Chance, zu lernen. Wenn Du auf Probleme zeigst, die keiner sehen will, bringst Du Entwicklung ins Rollen.

Systemtipp: Spannungen sind nicht böse. Sie sind Feedback des Systems. Zeig sie auf!

  1. Denk in Wertschöpfung – nicht in Wellness.
    Du bist keine Benefit-Verwalterin. Du bist Teil der Unternehmensstrategie. Wenn Du verstehst, wie das Business funktioniert, kannst Du Entwicklung viel gezielter gestalten.

Systemtipp: Frag Dich bei jeder Maßnahme: „Zahlt das auf die Wertschöpfung ein? Oder nur aufs Image?“

  1. Lass los – und ermögliche Entscheidungen.
    HR muss nicht kontrollieren. Sondern Kontexte schaffen, in denen Führung und Zusammenarbeit klar und selbstverantwortlich funktionieren.

Systemtipp: Wo Entscheidungen unklar sind, entsteht Reibung. Hilf, Entscheidungsspielräume sichtbar zu machen.

  1. Hol Dir Sparring von außen.
    Du bist Teil des Systems und damit oft betriebsblind. Externe Sparringspartner:innen mit systemtheoretischem Blick bringen frische Perspektiven und stellen die unbequemen Fragen, die intern niemand stellt.

Mein Angebot: Der WIRkungsCheck ist ein 90-Minuten-Impuls mit Mini-Reflexions-Workshop – speziell für HR- und Führungsteams. Nicht nett. Sondern notwendig.

  1. Geh ins Top-Management – nicht in Deckung.
    Wenn Du HR auf Augenhöhe bringen willst, ist es wichtig, dort präsent zu sein, wo Macht ist. Wo Strategien entstehen. Wo entschieden wird. HR gehört nicht in die zweite Reihe.

Systemtipp: Kein echtes People-Thema ist „weich“. Es ist nur dann unwirksam, wenn es keiner ernst nimmt. Hol Dir den Platz, den Deine Arbeit verdient.

Fazit: Du bist nicht die nette HR – Du bist die mutige Möglichmacherin.

Wenn Du HR neu denken willst, dann fang nicht bei Maßnahmen an. Fang bei Deiner Rolle an. Stell Dir die Frage: „Bin ich gerade beliebt oder wirksam?“ Und wenn Du ins Zweifeln kommst: Das ist gut. Denn Veränderung beginnt genau da. Mut zur Relevanz, liebe HR. Du wirst gebraucht – mehr denn je.

Manchmal reicht ein Gespräch, um
Führungskräfteentwicklung in Bewegung zu bringen.

Wenn Du Klarheit im Führungsverhalten willst,
Führung wieder WIRken soll
Und ZusammenARBEIT zu mehr Performance führen soll. 

Dann sollten wir reden.